SportPhysiotherapie Hamburg

Tractus Iliotibialis Syndrom | Läuferknie



Oft tritt das Läferknie bei Sportarten mit hoher Laufbelastung auf. Zu nennen wären hier: Triathlon, Langstreckenlauf, Marathon, usw.) Der Tractus Iliotibialis stellt die Verlängerung des M. Tensor fasciae latae dar. Dieser Muskel vom vorderen oberen Beckenkamm zieht über die Oberschenkelau&sszlig;enseite bis zum seitlichen Schienbeinkopf.

Ursache:
Das Tractus Iliotibialis Syndrom kann durch ein Hin- und Hergleiten des Tractus Iliotibialis an zwei unterschiedlichen Stellen auftreten:

  • Am seitlichen Hüftknochen
  • Über dem seitlichen Oberschenkelknochen am Kniegelenk


  • 1.-Hilfe-Maßnahme:
    Der Betroffene sollte die Trainings-Hauptbelastung unterbrechen, um eine Verschlimmerung der Problematik zu vermeiden. Folgendes ist zu empfehlen:

  • Belastungspause
  • Eisanwendungen
  • Ersatztraining konzipieren


  • Behandlung & Therapie:
    Aus der Perspektive der Sportphysiotherapie sollte unmittelbar nach der Diagnose des Tractus Iliotibialis Syndrom bzw. Läferknie die Hauptbealastung reduziert und ein alternatives Training angestrebt werden. Das könnte für Läfer den Umsteig aufs Radfahren oder auch Aquajogging bedeuten. Wichtig ist, dass der Überlastungsreiz reduziert und die Muskulatur und das Weichteilgewebe Zeit zur Erholung haben.

    Im Zuge einer konservativen Therapie sollte durch Maßnahmen der Physiotherapie: Elektrotherapie, Massagen, Krankengymnastik (Beinachsenstabilisation, Dehnübungen, etc.) versucht werden die Problematik zu verbessern. Zusätzlich können entzündungshemmende Medikamente und bei einer starken Entzündung im Gewebe eine Kortison-Injektion sinnvoll sein. Dieses sollte aber vorher entsprechend abeklärt werden. Außerdem ist es sinnvoll, Sportschuheinlagen anpassen und fertigen zu lassen sowie durch eine Laufanalyse das richtige Schuhwerk zu finden. Die operative Therapie findet nur dann Anwendung, wenn die Läuferknie-Probleme chronisch auftreten.

    Prävention
  • Optimale Sportschuhe
  • Sportschuheinlagen
  • Vermeidung von einseitigem Laufen auf schrägem Untergrund
  • Beinachsentraining
  • Fußstabilisierung
  • Aureichende Elektrolytversorgung


  • Der positive Genesungsverlauf hängt davon ab, wie viel Aufwand der Betroffene betreibt. Je weniger Zeit der Betroffene in seine eigene Regeneration investiert, desto gravierender sind oftmals die Folgezustände und die Genesung geht deutlich langsamer vonstatten.

    Zu Anfang bzw. Wiederaufnahme des Normaltrainings ist als Bewegungsform ein leichtes Training (z.B. Laufen bei geringer Intensität über eine Kurzdistanz) vollkommen ausreichend. Danach kann man mit eine entsprechende Trainingsanpassung erfolgen. Die Belastung sollte nun in Abhängigkeit des eigenen Schmerzempfindens des Betroffenen langsam und stetig gesteigert werden. Als Beispiel empfiehlt sich die Steigerung vom normalen Gehen zum lockeren Dauerlauf und von wechselnden Tempoläufen bis hin zu Sprints.





      Zurück   Zum Verletzungslexikon   Zur Hauptseite